Jeder Mensch trauert anders. Manche weinen viel, andere funktionieren erst einmal weiter. Manche suchen Gespräche, andere Stille. All das ist normal. Trauer ist die natürliche Antwort auf den Verlust eines geliebten Menschen, und sie braucht Zeit.
Ein bewusster Abschied kann den Weg durch die Trauer erleichtern. Dazu gehört die Möglichkeit, die verstorbene Person noch einmal zu sehen, ebenso wie eine Trauerfeier, die wirklich von diesem Menschen erzählt.
Als Bestattungsinstitut mit Sitz in Berlin-Wartenberg verstehen wir uns nicht nur als Organisatoren, sondern als Begleiter. Wir nehmen uns Zeit, hören zu und lassen Ihnen Raum, auch über die Beisetzung hinaus.
Abschied nehmen: Warum der letzte Blick helfen kann
Viele Angehörige sind unsicher, ob sie die verstorbene Person noch einmal sehen möchten. Die Erfahrung zeigt: Ein persönlicher Abschied am offenen Sarg oder bei einer Aufbahrung hilft vielen Menschen, den Verlust zu begreifen und anzunehmen. Er ist aber kein Muss.
In Berlin dürfen Verstorbene zunächst zu Hause aufgebahrt bleiben, die Überführung muss erst innerhalb von 36 Stunden nach Ausstellung des Totenscheins erfolgen. Auch danach sind Abschiednahmen in unseren Räumen möglich, im kleinen Kreis und ohne Zeitdruck. Kinder dürfen dabei sein, wenn sie es möchten; ehrliche, altersgerechte Worte helfen ihnen mehr als Schweigen.
Die Trauerfeier: Ein Abschied, der von diesem Menschen erzählt
Eine gute Trauerfeier hat keine Pflichtform. Sie kann kirchlich oder weltlich sein, groß oder ganz klein, in der Trauerhalle, am Grab oder an einem besonderen Ort.
- Persönliche Elemente: Lieblingsmusik, Fotos, Gegenstände, Blumen in der Lieblingsfarbe
- Worte: Trauerredner oder Geistliche gestalten die Rede aus Ihren Erinnerungen, auch eigene Beiträge von Familie und Freunden haben Platz
- Rituale: Kerzen, Erdwurf, Blumen auf den Sarg, Musik zum Auszug, was sich stimmig anfühlt, ist richtig
- Nach der Feier: Ein gemeinsamer Trauerkaffee gibt Raum für Erinnerungen und erste tröstende Gespräche
Der Weg durch die Trauer: Was gut tun kann
Trauer verläuft nicht in ordentlichen Phasen, sie kommt in Wellen. Gute und schwere Tage wechseln sich ab, auch noch nach Monaten. Das ist kein Rückschritt, sondern Teil des Weges.
- Erlauben Sie sich alle Gefühle, auch Wut, Erleichterung oder Schuldgefühle sind Teil der Trauer
- Halten Sie Routinen: Essen, Schlaf und Bewegung geben dem Alltag Halt
- Sprechen Sie über die verstorbene Person, Erinnerungen dürfen Platz haben
- Besuchen Sie das Grab oder einen Gedenkort in Ihrem eigenen Rhythmus, nicht nach Erwartungen anderer
- Nehmen Sie Hilfe an, von Familie und Freunden ebenso wie von Trauergruppen oder professioneller Begleitung
Wenn die Trauer zu schwer wird
Manchmal bleibt die Trauer über lange Zeit so überwältigend, dass der Alltag nicht mehr gelingt: anhaltende Schlaflosigkeit, tiefe Hoffnungslosigkeit, sozialer Rückzug über viele Monate. Dann ist es Stärke, sich Unterstützung zu holen.
Erste Anlaufstellen sind der Hausarzt, Trauergruppen in Berlin, kirchliche und freie Trauerbegleitung sowie die TelefonSeelsorge, die rund um die Uhr kostenfrei und anonym erreichbar ist. Auch wir hören zu und vermitteln auf Wunsch passende Angebote, das gehört für uns zur Begleitung dazu.
Anlaufstellen und weiterführende Hilfe
Wenn Sie über unsere Begleitung hinaus Unterstützung suchen, sind diese Stellen rund um die Uhr oder wohnortnah erreichbar.
- TelefonSeelsorge Deutschland
Kostenfreie, anonyme Gespräche rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222, auch per Chat und Mail.
- Land Berlin: Friedhöfe und Begräbnisstätten
Berliner Friedhöfe als Orte des Gedenkens, mit Standorten und Öffnungszeiten.
- Verbraucherzentrale Brandenburg: Fragen zu Tod und Bestattung
Sachliche Antworten auf praktische Fragen rund um Tod, Abschied und Bestattung.
