Die Wahl der Bestattungsart ist die grundlegendste Entscheidung nach einem Todesfall oder bei der eigenen Vorsorge. Sie bestimmt den Ablauf, den Ort des Gedenkens, die Kosten und die spätere Grabpflege.
Maßgeblich sind zunächst die Wünsche der verstorbenen Person, ob schriftlich festgehalten oder im Gespräch geäußert. Gibt es keine Festlegung, entscheiden die nächsten Angehörigen. Religiöse und kulturelle Traditionen können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Als Bestattungsinstitut mit Sitz in Berlin-Wartenberg begleiten wir alle hier vorgestellten Bestattungsarten, auch religiöse und orthodoxe Beisetzungen sowie Überführungen in Deutschland, EU-weit und alle GUS-Staaten.
Erdbestattung: die klassische Form
Bei der Erdbestattung wird die verstorbene Person im Sarg auf einem Friedhof beigesetzt. Sie ist die traditionsreichste Form und für viele Familien, auch aus religiösen Gründen, die selbstverständliche Wahl.
Das Grab bietet einen festen Ort für Trauer und Erinnerung, den Angehörige gestalten können. Dem stehen höhere Friedhofsgebühren durch die größere Grabfläche und eine langjährige Pflegeverpflichtung gegenüber. In Berlin muss die Erdbestattung frühestens 48 Stunden nach Todeseintritt erfolgen.
Feuerbestattung: die flexibelste Form
Der Einäscherung im Krematorium geht eine zweite ärztliche Untersuchung voraus. Anschließend stehen viele Beisetzungsformen offen: Urnengrab, Urnenwand, Gemeinschaftsanlage, See- oder Naturbestattung.
Die Feuerbestattung ist heute die häufigste Bestattungsart in Berlin. Sie ist meist günstiger als die Erdbestattung, erlaubt eine Trauerfeier am Sarg vor der Einäscherung oder an der Urne danach und lässt mehr Zeit für die Planung der Beisetzung.
Seebestattung und Naturbestattung: pflegefreies Gedenken
Beide Formen setzen eine Einäscherung voraus und verzichten auf ein klassisches Grab mit Pflegeverpflichtung.
Seebestattung
Die Asche wird in einer wasserlöslichen Urne außerhalb der Küstengewässer der See übergeben, meist in Nord- oder Ostsee. Angehörige können an Bord Abschied nehmen; die Position wird in einer Seekarte dokumentiert.
Wald-, Baum- und Wiesenbestattung
Die Urne wird an den Wurzeln eines Baumes in einem Bestattungswald oder auf einer Gemeinschaftswiese eines Friedhofs beigesetzt. Die Natur übernimmt die Grabpflege; ein kleines Namensschild ist je nach Ort möglich. Auch anonyme Beisetzungen ohne Namensnennung sind möglich, hier sollte gut überlegt sein, ob ein auffindbarer Ort des Gedenkens fehlt.
Der direkte Vergleich
Vier Fragen führen fast immer zur passenden Bestattungsart.
- Ort des Gedenkens: festes Grab (Erd- oder Urnengrab) oder freier Ort wie Meer, Wald und Wiese
- Grabpflege: klassische Gräber verpflichten über Jahre, See- und Naturbestattung sowie Gemeinschaftsanlagen sind pflegefrei
- Kosten: Erdbestattung meist am teuersten, Feuerbestattung mit Gemeinschafts- oder Naturbeisetzung meist am günstigsten
- Tradition und Religion: manche Glaubensrichtungen sehen die Erdbestattung vor, wir kennen die Anforderungen der Konfessionen und beraten dazu respektvoll
Offizielle Quellen und Anlaufstellen
Welche Bestattungsarten zulässig sind und wo beigesetzt werden darf, regeln diese offiziellen Stellen.
- Bestattungsgesetz des Landes Berlin
Rechtsgrundlage für zulässige Bestattungsarten, Friedhofszwang und Fristen in Berlin.
- Land Berlin: Friedhöfe und Begräbnisstätten
Übersicht der landeseigenen Friedhöfe mit ihren Grabarten und Standorten.
